von Astrid Reiner
Es ist gewiss nicht alltäglich, dass eine Person mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt wird. Diese Auszeichnung wurde nun Dr. Wolfgang Fritsch zu teil. Gewürdigt werden damit seine Erfolge als Sportler und Trainer, sein jahrzehntelanges, außergewöhnliches Engagement zur Förderung des Rudersports.
Die feierliche Verleihung fand am 22. April im voll besetzten historischen Bürgersaal des Radolfzeller Rathauses im Kreis seiner Familie, Freunden, Weggefährten und ehemaligen Kollegen der Universität Konstanz durch Oberbürgermeister Simon Gröger statt.
Wolfgang Fritsch war nicht nur selbst Weltmeister im Leichtgewichts-Achter, auch als Trainer ist es ihm gelungen, seine Athleten zur vielen nationalen und internationalen Erfolgen zu führen. In seiner Laudation ging Simon Gröger nicht nur auf diese Erfolge ein, er würdigte auch sein ehrenamtliches Engagement und beleuchtete seinen bemerkenswerten Umgang mit den Sportlerinnen und Sportlern, die er betreut hat. "wir wurden als Menschen gesehen" zitiert Simon Gröger aus einem Brief von einem Leistungssportler an Wolfgang Fritsch.
Wie das gewesen sein könnte, ahnt man, wenn man unter seiner Leitung beispielsweise einen Lehrgang absolviert oder auch die C- oder B-Trainer-Ausbildung macht: Kompetenz gepaart mit einem konstruktiven Umgang, fordernd aber nie überfordernd, direkt aber immer mit Respekt.
Die Initiative für das Bundesverdienstkreuz ging auf die Vorsitzende des Landesruderverbands, Heike Breitenbücher zurück. In ihrer Rede würdigte Sie vor allem seine Arbeit als Sportfunktionär im Verband. Wolfgang war von 1992 bis 2004 Mitglied im Vorstand des Deutschen Ruderverbands und Leiter des Ressorts "Wissenschaft und Lehre". Sie stellte fest: "Wir stehen auf einem Fundament, das es ohne dich nicht gäbe".
Wolfgang selbst erzählte- sichtlich gerührt- in seiner Rede von dem Moment, als er vor Weihnachten einen Brief vom Amt des Bundespräsidenten aus dem Briefkasten fischte: "Er sei überwältigt auch ein ein bisschen stolz".
Dazu hat er allen Grund! Der ganze Saal erhob sich mit großem Applaus zu seinen Ehren.