von RCU
Dieses Jahr sind wir mit kleiner Mannschaft an den Luganer See gefahren, um endlich wieder Regattaluft zu schnuppern. Anreise war Freitag, die Fahrt ist lang.
Nach dem Aufriggern haben wir uns mit der Regattastrecke vertraut gemacht und sind ein paar Runden gerudert. Das Wetter hat mitgemacht und die Bedingungen waren bestens. Am Samstag wurde es dann ernst.
Jonathan konnte in seiner Altersklasse den 3. Platz erreichen, Adrian wurde bei den U23 ebenfalls Dritter. Allerdings war sein Abstand zum (bekannten) Spitzenreiter doch mit 30 Sekunden noch recht groß.
Am Sonntag reichte es für Jonathan in einem schellen Lauf nur auf Platz 5. Adrian verbesserte sich und verkürzte seinen Abstand auf den Sieger auf 8 Sekunden. Für seinen 2. Platz bekam er eine Medaille.
Nach der Regatta ging unsere Reise weiter nach Gavirate an den Lago di Varese. Hier treffen sich viele Ruderer, auch aus Nationalmannschaften zur Vorbereitung auf Weltcups, Meisterschaften und weitere Regatten. Als wir dort ankamen, war eine Masters-Gruppe aus Kiel mit 25 Teilnehmern und ein Jugend-Team aus Genf vor Ort, die Societe Nautique Geneve.
Zusammen mit dem hauseigenen Verein Cannottieri Gavirate und zwei Ruderern aus Neuchatel waren 5 Vereine auf dem See unterwegs. Da es hier eine richtige Fahrt-Ordnung gibt, kann man unbeschwert ohne umzuschauen gefahrlos rudern.
Am ersten Trainingstag war morgens noch starker Regen, so dass wir die grosszügigen Trainingsräume des Vereins nutzten. Ab dem Nachmittag waren die Bedingungen akzeptabel und wir konnten dann jeden Tag zwei mal aufs Wasser. Einmal war zu viel Seitenwind, da sind wir runter vom See in die Ruder-Anlage, wo ein perfektes Technik-Coaching möglich war.
Am trainingsfreien Nachmittag machten wir einen Ausflug nach Varese , auf der Rückfahrt inspizierten wir noch den zweiten Club am See, den Cannottieri Varese selbst.
Den zweiten lazy Tag nutzen wir für eine Zugreise nach Mailand, mal in eine «Großstadt» eintauchen. Der riesige Dom war von Touristen-Gruppen mit Fähnchen-Führer umlagert, das Ferrari-Museum hatte leider eine Privat-Veranstaltung und der Fahrrad-Laden haben wir nicht gefunden. Dafür gab es eine Zwischenmahlzeit in den «Five Guys», eine fast-food Kette mit weichen Brötchen! Für unsere Recken etwas dürftig, also mussten sie nachbestellen. Die Pommes waren in Ordnung! Auf dem Rückweg war unsere Audienz im Oakley-shop noch ein wichtiges Event.
Bald war unser Trainingslager zu Ende und wir verpackten die Boote, räumten unsere Unterkunft und fuhren am frühen Freitag Nachmittag in Richtung Lauerz.
Auch hier wieder Abladen, Aufriggern, Strecke testen und Zelt aufbauen.(und abends Pizza essen).
Das Wetter meinte es das ganze Wochenende gut mit uns. Der Samstag lief für uns richtig gut. Sowohl Jonathan als auch Adrian gewannen ihre Läufe. Das bedeutete, dass sie am Sonntag im ersten und damit schnellsten Lauf starten mussten bzw. durften. Jonathan hat es vielleicht nicht so gut gefallen, aber der Lauf war schnell und ein Sieg am Wochenende ist ja auch gut. Er wurde Fünfter.
Adrian war gefordert, er war nach Sebastian Wicki ( 7:25.059) und Dario Schuler (7:33:04) Dritter (7:36:77) und mit dabei. Er kennt seine Gegner!
Bericht: Ralf Christofzik